Hainbuche

Weitere Namen:
Weißbuche, Hagebuche, Zaunbuche, Hornbaum, Hornbeam (E)

 

Lateinische Namen:
Carpinus betulus

Besonderheiten:
Hainbuchen zähenl zu den Birkengewächsen

Herkunft:
Mitteleuropa

 

Beschreibung:
Hainbuchen werden bis zu 20 m hoch. Aufgrund der Spannrückigkeit verlaufen die Jahrringe auf dem Querschnitt meist leicht wellig. Das hellgraue Holz vergilbt unter Lichteinfluss zu gelblich-bräunlich. Die Poren sind mit bloßem Auge nicht sichtbar und beeinflussen das Holzbild in keiner Schnittrichtung. Die Radialflächen erscheinen durch große Scheinholzstrahl-Spiegel (die einzelnen schmalen Holzstrahlen stehen so dicht zusammen, dass der Eindruck eines breiten Holzstrahls entsteht) fast fleckig. Auch auf den Tangentialflächen prägen die oft mehrere Zentimeter hohen Holzstrahlspindeln das Oberflächenbild. Nicht selten zeigen die Hirnflächen rötlich-braune, tangential gerichtete Markflecken. Wegen der ausgeprägten Spannrückigkeit ist der Faserverlauf stark unregelmäßig.


Eigenschaften:
Die Hainbuche liefert das schwerste Holz aller heimischen Nutzholzarten (Darrdichte 750 kg⁄m³). Die Härte liegt mit 32 N/mm² etwas unter der Buche. Es ist wegen des welligen Faserverlaufs äußerst schwer spaltbar.

Bearbeitung:
Das Holz der Hainbuche ist gut zu drechseln, zu bohren und zu fräsen. Beim Sägen in Faserrichtung können Spannungsrisse auftreten. Bei der Oberflächenbehandlung sind keine Probleme bekannt. Die Trocknung des Holzes ist infolge starker Schwindung sehr schwierig. Es empfiehlt sich, aufgrund der ausgeprägten Tendenz zu Rissbildung, bei Freilufttrocknung unter Dach die Schnittenden zu versiegeln. Bei der technischen Trocknung ist äußerst vorsichtig zu verfahren, da sich neben der starken Schwindung auch Stammspannungen auswirken können.

Haltbarkeit:

Hainbuche ist nicht dauerhaft (Dauerhaftigkeitsklasse 5), wäre aber gut tränkbar.

Verwendung:

Wegen ihrer hohen Abnützungsfestigkeit wird Hainbuchenholz besonders für technisch stark beanspruchte Gegenstände von kleinen Dimensionen verwendet: Hackblöcke, Spannzwingen, Hobelsohlen, Kegel. Im Musikinstrumentenbau wird es in der Klaviermechanik eingesetzt sowie hin und wieder auch zu Schlagstöcken verarbeitet. Als Furnier ist es praktisch nicht im Handel, sehr wohl aber als Schnittware.


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